
Während einer Reise traf Morihei Uyeshiba auf Reverend Onisaburo Deguchi, dem Begr�nder der Omotokyo-Religion. Dessen Botschaft - Friede kann nur über Liebe, Toleranz und Güte der Menschen verwirklicht werden - hinterließ einen tiefen Eindruck bei ihm. So entwickelte O-Sensei Morihei Uyeshiba ein äußerst wirkungsvolles System der Selbstverteidigung und paßte es der vorgenannten geistigen Lehre an.
Beim AIKIDO gibt es im Gegensatz zu anderen Kampfsportarten keinen Kampf, lediglich einen Angreifer und einen Verteidiger, wobei in der Übungsstunde die Partner abwechselnd beide Funktionen wahrnehmen. Die Bewegungen des AIKIDO sind durch Kreis- und Spiralbewegungen gekennzeichnet. Durch geschicktes Ausweichen und frühzeitiges Führen des Angreifers verliert dieser sein Gleichgewicht und kann die körperlichen Kräfte nicht mehr gegen den Verteidiger einsetzen, da der instabile Körper dem aggressiven Geist nicht mehr gehorcht. Die Kraft des Angreifers wird so geführt und umgelenkt, daß sie für die Technik des Verteidigers nutzbar gemacht und verstärkt auf den Angreifer zurückgeführt werden kann.
Der Aikidoka will nicht verletzen oder töten, sondern dem Kontrahenten die Sinnlosigkeit von Gewalt, Haß und Aggression vor Augen führen.